Zentralschweiz - Geschrieben am Sonntag, April 5, 2020 17:37 von Franco - 0 Kommentare
Wanderung 11 Gipfel Panoramaweg Einsiedeln
5.4.20
Alle Fotos zu dieser Tour unter diesem Link ersichtlich:
Wanderung 11 Gipfel Panoramaweg Einsiedeln
mit dem Auto sind wir nach Gross beim Sihlsee gefahren und weiter hinauf zur
Rämpelensäge auf 939 m.ü.M. Bei der grossen Sägerei finden wir einen idealen Platz
Platz und parkieren das Auto – der Ausgangspunkt für unsere Tour. Auf der Alpstrasse
wandern wir taleinwärts ins Gross-Runs-Tal. Dieses wilde, abgeschiedene Tal wird vom
Grossbach wie mit einem Messer in zwei Hälften geschnitten. In einem weiten Bogen
werden wir die gesamte Talmulde umrunden – eine stille, eindrucksvolle Landschaft,
die uns Schritt für Schritt tiefer in ihre Abgeschiedenheit hineinzieht. Bei Chalberweidli
950 m.ü.M. verlassen wir die Talstrasse und biegen links ab Richtung Unter Hummel.
Auf der Teerstrasse geht es weiter nach Rotmoos 992 m.ü.M. Wir durchqueren den
Weiler Rotmoos und folgen anschliessend der Rotmoosstrasse bis zum Strassenende
bei Punkt 1017 m.ü.M. Hier öffnet sich ein wunderschöner Blick auf den Sihlsee. Die
Wasserfläche liegt ruhig in der Landschaft. Über einen Treppenweg, auf dem noch
Schnee liegt, steigen wir nun steil durch den Wald aufwärts. Wir ahnten es hier noch
nicht, doch wir würden weiter oben auf deutlich mehr Schnee stossen. Der Serpen-
tinenweg führt uns weiter steil durch den Wald, bis wir bei Punkt 1178 m.ü.M. aus dem
Schatten der Bäume ins offene Gelände gelangen. Vor uns breitet sich ein wunderschö-
nes Panorama über den Sihlsee aus – ruhig, weit und eindrucksvoll. Ein Teppich aus
Krokussen breitet sich vor uns aus, und wir wandern mitten durch dieses kleine Blü-
tenmeer. Wir wandern über weite Alpweiden aufwärts und gelangen schliesslich nach
Unter Humel auf 1270 m.ü.M. Wir passieren einen kleinen Rastplatz mit Kreuz und
steigen weiter aufwärts Richtung Humel. Nur noch ein paar Schritte, dann ist es ge-
schafft: Wir erreichen Humel auf 1423 m.ü.M., den ersten Gipfel des Tages. Die Aus-
sicht auf den Sihlsee und die angrenzenden Berge ist traumhaft schön. Wir lassen die
Alpweiden von Hummel hinter uns, wandern weiter bergauf und betreten den dichten
Möösliwald. Wir folgen dem Holzsteg, der sich zwischen den Bäumen hindurchschlän-
gelt. An der Weggabelung auf 1470 m.ü.M. verlassen wir rechts abbiegend den Wald
und steigen zunächst über grüne Alpweiden, bevor wir auf grosse Altschneefelder
treffen. Überrascht bleiben wir stehen – so viel Schnee hätten wir hier oben nicht
mehr erwartet. Dass uns weiter oben noch deutlich mehr erwartet, ahnen wir zu
diesem Zeitpunkt nicht. Darum der wichtige Tipp: Vor der Tour unbedingt abklären,
ob in dieser Gegend noch viel Schnee liegt. Wir erreichen die Weggabelung bei Punkt
1530 m.ü.M. unterhalb des Bögliegg, wo wir links Richtung Spital abbiegen. Über
Altschneefelder geht es weiter aufwärts, bis wir schlussendlich auf dem Bögliegg
1551 m.ü.M. stehen, den zweiten Gipfel des Tages. Hier oben haben wir nun den
Gipfelkranz erreicht der das Gross-Runs-Tal umschliesst. Wieder auf grünen Matten
unterwegs, erreichen wir nach wenigen Minuten den dritten Gipfel des Tages: den
Spital auf 1574 m.ü.M. Wir entdecken am Horizont viele Gipfel die wir schon erklom-
men haben. Uri-Rotstock, Gross Aubrig, Mythen, Druesberg die Liste könnte man
noch weiter führen, wir wollen aber weiterwandern. Über offenes Gelände steigen wir
leicht ab und lassen den Gipfel des Spital hinter uns. Durch lichten und teilweise
schneebedeckten Wald wandern wir bei traumhaften Wetter auf fast gleichbleibender
Höhe, über den breiten Bergrücken direkt zum Regenegg 1531 m.ü.M. – dem vierten
Gipfel des Tages. Wir halten die Höhe und folgen dem Grat, auf dem mit jedem Schritt
mehr Schnee liegt. Rasch erreichen wir den ausgedehnten Grat des Gschwändstock
1590 m.ü.M. In einem Rechtsbogen zieht der Weg weiter und führt uns unterhalb des
Grates durch die verschneite Landschaft. Die Nordseite des Gschwändstock ist von
pickelhartem, vereistem Schnee überzogen. Vorsichtig traversieren wir den steilen
Berghang Im Sommer wäre das kein Problem, doch unter diesen Bedingungen wird
es zu einer etwas heiklen Angelegenheit. Erleichtert, den schattigen und vereisten
Hang ohne Ausrutschen gemeistert zu haben, wandern wir weiter über den schmalen,
schneefreien Grat. So gelangen wir auf den langgezogenen Gschwändstock, 1616 m.ü.M.,
den fünften und höchsten Gipfel unserer Tour. Die Aussicht hier oben ist schlicht traum-
haft – ein Meer aus Gipfeln, so weit das Auge reicht. Über den weiterhin schmalen Grat
geht es mühelos weiter. Bald darauf erreichen wir mühelos die Buziflue auf 1601 m.ü.M.,
unseren sechsten Gipfel. Nun wird der Wanderweg wieder einfacher und bringt uns über
die verbliebenen Altschneefelder weiter abwärts. Wenige Meter vor Punkt 1530 m.ü.M.
treffen wir auf eine Weggabelung. Wir bleiben auf dem nun breiten Bergrücken, über-
queren Punkt 1530 m.ü.M. und erreichen über offenes Gelände kurz danach den siebten
Gipfel der Chopf 1559 m.ü.M. Im vorbeigehen nehmen wir den achten Gipfel der
Gämschspitz 1519 m.ü.M. mit und verlieren danach deutlich an Höhe, bis wir zur
Stockhütte gelangen 1451 m.ü.M. Wir verzichten auf eine Einkehr in der rechts unter
uns liegenden Stockhütte und setzen unseren Weg durch offenes Gelände fort. Der
Schnee hat sich zurückge- zogen und die grünen Alpweiden übernehmen wieder die
Landschaft. Alles auf dem Bergrücken der Amslengschwänd wandern wir zum neunten
Gipfel derAmselgschwand 1436 m.ü.M. Unweit von Amselgschwand treffen wir auf eine
Alphütte 1470 m.ü.M., die um diese Jahreszeit noch geschlossen ist. Hierg önnen wir
uns unsere wohlverdiente Mittagspause und lassen die wunderbare Aussicht auf uns
wirken. Zu gerne wären wir noch länger sitzen geblieben, doch der Weg ruft – diese
herrliche Tour ist noch nicht zu Ende. Der Pfad steigt nur leicht an, und schon bald
stehen wir auf dem zehnten Gipfel unserer Tour, der Amselspitz auf 1491 m.ü.M. In
engen Zickzackkurven führt uns der rutschige Pfad über die letzten Altschneefelder
und durch den lichten Tannenwald hinab zu Punkt 1360 m.ü.M. Durch offene Alp-
weiden und mit einer beeindruckenden Aussicht vor Augen, führt uns der Weg zum
elften und letzten Gipfel unserer Tour, der Chli Amslen 1399 m.ü.M. Über wegloses
Alpgelände steigen wir weiter ab und erreichen schliesslich die Wegkreuzung Ufem
Tritt auf 1309 m ü. M. Der Wanderweg zieht bei der Alp Tritt einen Linksbogen und
leitet uns anschliessend über den Chüeboden1113 m.ü.M. hinab in den Bollerenwald.
Wir tauchen in den Bollerenwald ein und durchqueren ihn auf einem angenehm
weichen Waldpfad. Wir verlassen denBollerenwald, wandern über sanfte Alpweiden
und stehen kurz darauf an der Wegkreuzung Chälen auf 1022 m ü. M. Auf der Asphalt-
strasse geht es zügig voran, und schon stehen wir an der Wegkreuzung bei Obergross
auf 992 m.ü.M. Über die Obergrossstrasse wird der Grossbach überquert, und schon
stehen wir wieder bei Rämpelensäge. Was für eine eindrucksvolle Wanderung!
Die Erinnerungen daran werden uns noch lange begleiten.
Wunderschöne Gratwanderung
die sich aber in die Länge
zieht.Kondition von Vorteil.
Höhenwanderung vom feinsten,
mit traumhafter Aussicht.
Tourenblatt mit Wanderkarte und Höhenprofil
Link zu den anderen Wanderungen
Für die ganze Strecke benötigten wir ca. 5 3/4 Std. 16,9 km
ca.890m Aufstieg
ca.890m Abstieg
1620m höchster Punkt
915m tiefster PunktÜber einen Eintrag in unserem Gästebuch
Link zum Gästebuch
würden wir uns freuenManuela & Franco
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