Graubünden - Geschrieben am Montag, Juli 6, 2020 22:06 von Franco - 0 Kommentare

Wanderung Bernina Diavolezza – Val da Fain – Fuorcla Chamuera – Bernina Diavolezza

6.7.20

Alle Fotos zu dieser Tour unter diesem Link ersichtlich:
Wanderung Bernina Diavolezza – Val da Fain – Fuorcla Chamuera – Bernina Diavolezza

Nach einer erholsamen Nacht im Hotel Klarer in Zuoz und einem feinen Frühstück
schultern wir die Rucksäcke und brechen auf.
Hotel Klarer
Über die kurvenreiche Berninapassstrasse gelangen wir mit dem Auto zum grossen
Parkplatz an der Diavolezza-Luftseilbahn 2093 m.ü.M. Vom Parkplatz aus queren wir
die Berninapassstrasse und nehmen auf der anderen Seite einen Wiesenpfad, der
zwischen Strasse und Bach leicht abwärts verläuft. Bald erreichen wir eine Brücke,
über die wir die Ova da Bernina überqueren. Hinter der Holzbrücke führt uns die
sanft ansteigende Alpstrasse weiter hinein ins Val da Fain. Bei Pradatsch 2080 m.ü.M.
erreichen wir eine Abzweigung. Rechts abbiegend geht es zur Alp Bernina. Wir bleiben
auf dem Hauptweg und laufen auf der orographisch rechten Seite der Ova da la Val
da Fain weiter taleinwärts. Val da Fain bedeutet Heutal – ein passender Name für die
reichen Weiden an den Talflanken. Besonders im späten Frühjahr und Frühsommer
zeigt sich das Faintal von seiner schönsten Seite und wird zu einem wahren Blumen-
paradies. Der Weg wird nun flacher und wir passieren den Abzweig des Weges
2172 m.ü.M., der über die Fuorcla Pischa und zum Piz Languard (den wir auch schon
besucht haben) führt. Der links abzweigende Bergpfad lassen wir unbeachtet und
wandern weiter taleinwärts. Das Val da Fain gilt als eines der sonnigsten Seitentäler
des Engadins. Hier sind etliche Murmeltier-Kolonien zu finden. Immer wieder haben
wir die Gelegenheit Murmeltiere zu beobachten, die ihre Baue beiderseits des Weges
am sonnenbeschienenen Hang angelegt haben. Der bequeme Weg, der auch bei
Mountain Biker beliebt ist, zieht sich in einem weiten Bogen weiter in das Tal hinein.
Wo es wieder etwas steiler wird, tost rechts unterhalb die Ova da la Val da Fain
durch eine Schlucht, in der einige Strudeltöpfe zu erkennen sind, die das Wasser
in den Fels gemahlen hat. Schliesslich erreicht der Weg die Alp la Stretta
2427 m.ü.M. Wir folgen von der Alp linkshaltend dem Wegweiser Richtung Fuorcla
Chamuera. Der schmale, markierte und wenig begangene Wiesenpfad führt
zunächst mässig steil, aber etwas rau am Hang entlang talauswärts, wird dann
jedoch deutlich steiler und windet sich im Zickzack den Hang hinauf. Die Hänge
sind überzogen von einem vielfarbigen Blumenmeer, das uns immer wieder zum
Staunen bringt Nach einem steilen und schweisstreibenden Anstieg biegt der Pfad
wieder taleinwärts und zieht nun wesentlich flacher unter dem Gipfel des Piz
Chatscheders entlang, hinüber zur Fuorcla Chamuera. Teilweise sind in diesem
Bereich nur noch Pfadspuren zu erkennen. Schliesslich erreichen wir schweissge-
badet die Fuorcla Chamuera 2790 m.ü.M, über die der Wind pfeift. Bei der Fuorcla
biegen wir rechts ab und wandern auf Wegspuren ostwärts über den Westrücken.
In einigem Auf und Ab und zuletzt ziemlich steil erreichen wir eine Kuppe
2853 m.ü.M. Wir haben den höchsten Punkt unserer Wanderung erreicht. Der
Anstieg findet seine Belohnung im weiten Panorama, das sich von der Kuppe vor
uns ausbreitet. Während der Mittagspause geniessen wir nicht nur das mitge-
brachte Essen, sondern auch der fantastische Blick auf die gesamte Bernina
Gruppe, im Osten beginnend mit dem Piz d’Arlas, gefolgt vom mächtigen Piz Palü
mit seinen drei Pfeilern, den Schneegipfelchen der Bellavista, dem Piz Bernina mit
dem messerscharfen Biancograt, bis hin zum buckligen Piz Morteratsch. Im Osten
ganz nahe von uns, erkennen wir den Monte Breva und der Piz La Stretta. An der
Färbung des Gesteins ist deutlich die unterschiedliche mineralische Zusammense-
tzung abzulesen: vorne der bläuliche Piz La Stretta, dahinter ein rötlicher Bereich,
dann der fast schwarze Monte Breva. Nach der wunderschönen Mittagspause,
folgen wir demselben Weg zurück zur Ta!station der Diavolezza-Gondelbahn.
Mit dem Auto fahren wir danach nach Zuoz zum Hotel Klarer zurück.
Hotel Klarer
Nach einer kleinen Pause schlendern wir durch das schöne Zuoz und bestaunen
die schönen Engadiner Häuser. Im hoteleigenem Restaurant haben wir danach
sehr gut zu Nacht gegessen.

Unschwierige, jedoch
eher lange Wanderung.
Beim Anstieg hinauf zur
Fuorcla Chamuera wird der
Weg etwas steiler und rauer,
doch es gibt keine alpinen
Schwierigkeiten. Tagestour mit
kräftigem Anstieg zum Sattel;
bis zur Alp La Stretta Fahrweg,
danach Bergweg. Auf der gesamten
Wanderung gibt es keinen Schatten.

Tourenblatt mit Wanderkarte und Höhenprofil
Link zu den anderen Wanderungen
Für die ganze Strecke benötigten wir ca. 4 1/2 Std. 16,8 km
ca.830m Aufstieg
ca.8300m Abstieg
2852m höchster Punkt
2056m tiefster Punkt

Über einen Eintrag in unserem Gästebuch
Link zum Gästebuch
würden wir uns freuen

Manuela & Franco



Es können keine Kommentare abgegeben werden.

AKTUELL IM BLOG


    Notice: Undefined variable: pre_HTML in /var/www/ch.giacomello.archive.blog/wp-content/themes/wanderungsblog/sidebar.php on line 59

    Notice: Undefined variable: post_HTML in /var/www/ch.giacomello.archive.blog/wp-content/themes/wanderungsblog/sidebar.php on line 67

MEHR ZUM THEMA Jakobsweg


MEHR ZUM THEMA Tessin


MEHR ZUM THEMA Glarnerland