Bern - Geschrieben am Freitag, September 6, 2013 22:00 von Franco - 0 Kommentare

Wildstrubeltour 5 Engstligenalp – Ammertenspitz – Aeugi-Lowa-Weg – Lenk

6.9.13

Alle Fotos zu dieser Tour unter diesem Link ersichtlich:
Wildstrubeltour 5 Engstligenalp – Ammertenspitz – Aeugi Lowa Weg – Lenk

Gut ausgeruht standen wir auf, packten unsere Rucksäcke
und liefen ins Restaurant.
Berghotel Engstligenalp
Erstaunlicherweise waren im Restaurant schon diverse Gäste anzutreffen.
Wir dachten uns, wieso sind schon so viele Menschen hier oben auf der
Engstligenalp. Wir genossen das reichhaltige Frühstück, verabschiedeten
uns von den Gastgebern und traten ins Freie. Da wussten wir sofort wieso
so viele Menschen hier oben waren. Es war Alpabzug auf der Engstlingenalp.
Diese Veranstaltung zieht immer wieder Menschen hier hinauf. In entgegen-
gesetzter Richtung wie die Kühe, verliessen wir die Engstlingenalp 1937 m.
Ganz im Banne des Wildstrubel, der breit-massig die Täler von Adelboden
und Lenk dominiert, steht die Überschreitung des Ammertenspitz heute auf
dem Programm. Wir liefen über den weiten Kessel der Engstligenalp der
vom wuchtigen Nordabbruch des Wildstrubels eindrucksvoll abgeriegelt
wird Richtung Rossfärich 2005 m.ü.M. Von der Hochebene der Engstligenalp
zuerst flach danach bei Schönbüel 2176 m.ü.M. vorbei. Der Weg wurde dann
zunehmend steiler. Bei der Alp Ammerte 2309 m.ü.M. auf gutem Bergweg
ging es südwestwärts vorbei an Punkt 2412 m.ü.M. steil hinauf zum Ammer-
tenpass 2443 m.ü.M. Ganz nah sind wir auf der letzten Etappe der Wildstru-
bel-Runde nun unserem Berg, fast können wir seine eisige Kühle vom Am-
mertenpass aus fühlen. Nun ist der Abstieg vom Ammertenpass über das
Ammertetäli zu den Simmenfällen vorgegeben, ausser man traut sich den
Aeugi-Lowa-Alpinwanderweg direkt hinunter zum Bummeregrat zu. Und
genau das war eingeplant. Über den kurzen breiten gerölligen Bergrücken
ist es nur ein Katzensprung zum Ammertesnpitz 2613 m.ü.M. Tief unter
unseren Füssen das grüne Obersimmental und gegenüber der Wildstrubel
mit seinen spaltenreichen Gletschern. Einer von ihnen speist den Ammer-
tenbach, der viel weiter unten in die ganz junge Simme fliesst. Wir schauen
auf das Engstligental mit Adelboden und das Simmental mit der Lenk, die
sich gerade unterhalb des Ammertenspitz beim Hahnenmoospass die Hand
geben. Der Gipfelkranz zieht sich hin von den Diablerets über die Diemtig-
taler Berge bis zur Blüemlisalp.
Der direkte Abstieg vom Ammertenspitz zum Bummerengrat ist erst mö-
glich geworden durch den Bau des “Aeugi-Lowa-Weges”, der seit 1997 über
den felsigen Nordwestgrat des Bergstocks verläuft. Eingeweiht wurde der
mit Ketten und aufwändigen Treppenkonstruktionen versehenen Steig von
einem Bundesrat, dem aus Kandersteg stammenden, sportbegeisterten
Dölf Ogi.
Der Weg über den Aeugi-Lowa-Weg ist nur für Bergerfahrene, schwindel-
freie, trittsichere und gut ausgerüstete Wanderer zu empfehlen.
Über den Kamm verliessen wir über den jetzt noch einfachen Bergweg den
Ammertenspitz. Im Zickzack geht es danach steil abwärts. Die erste Eisen-
treppe erscheint. Ketten sichern den Steig der die schrofige Südwestflanke
des Äugi 2513 m.ü.M. durchquert. Wir erreichen einen engen Felsspalt der
sogenannte “Jumpfere Zwick”. Hier mussten wir die grossen Rucksäcke
ausziehen und diese durch diese Spalte hindurchzwängen. Eine Steilstufe
wird mit Hilfe einer Treppenkonstruktion gemeistert. Der schön angelegte,
aus dem mürben Gestein gehauene und mit Ketten gesicherte Aeugi-Lowa-
Weg fällt in Kehren links des schroffen Grates ab. Das Begehen vom Aeugi-
Lowa-Weg durch die Nordwestflanke des Ammertenspitz ist bei Nässe,
Nebel oder Schnee abzuraten. Bei Punkt 2093 m.ü.M. erreichten wir den
Bummerengrat. In leichtem Auf und Ab liefen wir danach nordseitig um
das Regenboldshorn herum. An Luegli vorbei ging es danach weiter um
das Regenboldshorn herum bis wir linkerhand den Bummerenpass 2055
m.ü.M. erreichten. Über diesen Pass sind wir gewandert, als wir den
Regenboldshorn besucht haben.
Über einen einfachen Bergweg, verliessen wir den Bummerenpass und
liefen abwärts über Wengibärgli 1875 m.ü.M. zur Alp Bummere 1829 m.
Über Punkt 1766 m.ü.M., erreichten wir über Weiden und Wälder das
Ammertetäli 1468 m.ü.M. Alles am Ammertenbach entlang liefen wir
weiter abwärts. Von links mündete kurz danach das Fahrsträsschen das
vom Rezliberg her kommt. Unsere Wildstrubel Rundtour neigte seinem
Ende zu. Schon bald hatten wir die Simmenfälle erreicht. Diese entstan-
den erst im 18. Jahrhundert. Um ständig wiederkehrende Überschwem-
mungen im Talgrund Herr zu werden, wurde der Wildbach in ein neues
Bett geleitet. Mit dem rauschenden Wasser wanderten wir hinab zum
Gasthaus Simmenfälle
Hotel-Restaurant Simmenfälle 1105 m.ü.M. Unsere mehrtägige Wild-
strubeltour endet hier. Sie wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.

Anspruchsvolle Gipfelüberschreitung.
Aeugi-Lowa-Weg über den Nordwestgrat
auf den Ammertenspitz. Kein richtiger
Klettersteig, aber ein aufwendig
abgesicherter, weiss-blau-weiss
markierter, streckenweise ziemlich
ausgesetzter Bergweg.
Die Tour rund um den Wildstrubel
ist eine alpinistische Herausforderung
und ein unvergessliches Bergerlebnis.

Tourenblatt mit Wanderkarte und Höhenprofil
Link zu den anderen Wanderungen
Für die ganze Strecke benötigten wir ca. 5 Std. 13,5 km
ca.760m Aufstieg
ca.1590m Abstieg
2613m höchster Punkt
1105m tiefster Punkt

Über einen Eintrag in unserem Gästebuch
Link zum Gästebuch
würden wir uns freuen

Manuela & Franco



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