Bern - Geschrieben am Montag, Juli 8, 2013 20:03 von Franco - 0 Kommentare

Wanderung Rinderberg – Betelberg

8.7.13

Alle Fotos zu dieser Tour unter diesem Link ersichtlich:
Wanderung Rinderberg – Betelberg

Mit dem Zug sind wir von Lenk bis nach Zweisimmen gefahren.
In Zweisimmen haben wir die Gondelbahn genommen die uns auf den
Rinderberg 2000 m.ü.M. brachte
Gstaad
Die Höhenwanderung beginnt mit einem kurzen Anstieg, zum Rinderberg
2078 m.ü.M.
Es gibt Wanderungen, die starten oben und enden auch oben. So etwas
mögen Genussspechte, das verspricht viel Aussicht bei vergleichsweise
wenig Anstrengung. Wie am Höhenweg vom Rinderberg zum Leiterli:
bei schönem Wetter ein gut fünfstündiges Schauerlebnis. Vor sich hat
man dabei eine mächtige Fels- und Eisphalanx: Wildstrubel – Wildhorn
- Les Diablerets. Es liefert die hochalpinen Eindrücke und einen starken
Kontrast zu den grünwelligen Höhenzügen um das Simmental, denen da
und dort schroffe Kalkzacken entragen. Man tut aber gut daran, nicht nur
in die Ferne zu schauen, denn am Wegesrand stehen kleine Sehenswür-
digkeiten: Alpenblumen. Besonders üppig blüht es im Bereich der steilen
Heumäder über dem Turbachtal, die der Höhenweg in sanften Anstieg
traversiert. Kaum zu glauben, dass diese “Abgrundwiesen” im Sommer
jeweils gemäht werden – von Hand! Auf dem letzten Wegdrittel tangiert
der Höhenweg die “Mondlandschaft” der Gryde. Sie besteht aus Rauwacke
und vor allem aus Gipsgestein. Letzterer bildet bei seiner Auflösung durch
Regenwasser, das in den Untergrund versickert, Einsturztrichter (Dolinen)
- ein bizarrer Anblick. Unsere Wanderung führte uns nun über den lang
gestreckten Gandlouenegrat. Im Süden steht das stark vergletscherte
Massiv der Diablerets.
Bei Punkt 1939 m.ü.M. verliessen wir den Gandlouenegrat und bogen links
ab in die Alp Parwenge. An den Alphütten 1835 m.ü.M. von Parwenge vor-
bei, erreichten wir den Parwengsattel 1787 m.ü.M. Hier knickt der Höhen-
weg nach rechts ab, und führte uns am Fusse des Amsleregrat. Über Punkt
1736 m.ü.M., zur Undere Zwitzeregg 1710 m.ü.M. Wir erreichten die flache
Senke des Rüwlispasses 1718 m.ü.M. mit seinem Seelein. Sehr schöne Ge-
gend. Nach dem Umrunden des Seelein ging es weiter zur Oberi Zwitzeregg
1726 m.ü.M. Bei der Oberi Zwitzeregg beginnt der lange, aber nur sanfte
Anstieg durch die abschüssige Ostflanke des inneren Turbachtals. Felsiges
Gegenüber ist dabei der Giferspitz. Dieser Berg haben wir auch erklommen.
Über Punkt 1847 m.ü.M., 1920 m.ü.M. und 1955 m.ü.M. erreichten wir die
Alp Wistätt 2034 m.ü.M. zugleich der höchste Punkt. In einem weiten
Rechtsbogen läuft die Spur hinüber ins Türli 1986 m.ü.M. Hier legten wir
die Mittagspause ein. Sehr schöne Aussicht auf das Wildhorn. Während
der Pause sahen wir, das das Wetter langsam umschlägt. Wir verkürzten
also unsere Pause und liefen weiter. Der Höhenweg steigt über den Wiesen-
rücken des Loseggs kurz an, quert dann unter der Tube in den Trüttlisberg-
pass 2038 m.ü.M. Die Route umgeht einen namenslosen Buckel, vorbei
an Punkt 2042 m.ü.M., erreichten wir kurze Zeit später die Schutzhütte
bei Punkt 2043 m.ü.M. Unter dem Stübleni, der rechts abseits bleibt, brei-
tet sich die Kraterlandschaft der Gryde aus. Wie schon erwähnt, eine ganz
spezielle Gegend. Bei Punkt 2078 m.ü.M. bogen wir links ab. Über Punkt
1984 m.ü.M. erreichten wir die Alpweiden des Betelbergmeder. Auch hier
wieder tausende von Blumen, einfach traumhaft. Flach verläuft der Weg
nun runter, dem Leiterli hindurch zur Bergstation der Betelberg-Gondel-
bahn 1943 m.ü.M.
Lenk Bergbahnen
Auf der Terrasse vom Bergrestaurant das sich direkt neben der Bergstation
der Gondelbahn befindet, konnten wir noch einen Kaffee geniessen bevor
es zu Regnen begann. Mit der Gondelbahn fuhren wir nach Lenk hinunter.
Lenk-Simmental
Im Hotel Waldrand in Lenk hatten wir uns ein Zimmer reserviert.
Hotel Waldrand
Ein schöner Tag ging zu Ende.

Recht lange, aber nur
mässig anstrengende
Höhenwanderung.
Herrliche Aussicht
auf die Dreitausender
der westlichen Berner
Alpen und der
Waadtländer Alpen.
Im Frühjahr üppige Flora.
Interessant: das Gebiet der Gryde.

Tourenblatt mit Wanderkarte und Höhenprofil
Link zu den anderen Wanderungen
Für die ganze Strecke benötigten wir ca. 5 Std. 17,6 km
ca.850m Aufstieg
ca.920m Abstieg
2075m höchster Punkt
1689m tiefster Punkt

Über einen Eintrag in unserem Gästebuch
Link zum Gästebuch
würden wir uns freuen

Manuela & Franco



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