Graubünden - Geschrieben am Samstag, Oktober 12, 2019 20:43 von Franco - 0 Kommentare

Wanderung S-chanf – Val Trupchun

12.10.19

Alle Fotos zu dieser Tour unter diesem Link ersichtlich:
Wanderung S-chanf – Val Trupchun

Mit dem Auto sind wir ins Engadin nach S-chanf gefahren. Nicht weit vom Dorf
befindet sich der Parkplatz von Prasüras 1690 m.ü.M. am Taleingang des Val
Trupchun. Hier haben wir das Auto parkiert und starteten die Wanderung. Der
grösste Teil des Nationalparks liegt im Unterengadin. Das Oberengadin hat in
S-chanf allerdings einen günstigen Zugang in das Schutzgebiet. Die Haupt-
attraktion im Trupchuntal ist das Wild, das im Nationalpark nicht bejagt wer-
den darf und deshalb nicht scheu ist. Seine Wälder und Hänge gehören zu den
wildreichsten im Nationalpark. Günstige Plätze für die Wildbeobachtung sind
beschildert. Es ist empfehlenswert ein Fernglas mitzunehmen. Obwohl der
kürzeste Weg ins Val Trupchun die Talstrasse ist, empfehlen wir hier eine
Rundwanderung, die unser Ausflug ein bisschen verlängert aber ein schöne-
res Panorama über das ganze Tal bietet. Vom Parkplatz Prasüras folgen wir
wie eingeplant nicht der ungeteerten Fahrstrasse, (auf der auch die Pferde-
kutschen bis zur Chamanna Varusch verkehren), sondern einem schmalen
Fussweg der rechts vom Parkplatz (orografisch linke Seite), direkt am Wald-
rand Richtung Chamanna Varusch bzw. Alp Vaüglia Suot. Der Weg steigt am
Rand einer Wiese an und erreicht bald eine Gabelung, an der wir uns rechts
aufwärts Richtung Alp Vaüglia Suot bzw. Alp Chaschauna halten. Nun geht
es mehr oder weniger stark ansteigend durch den Wald von God Aruozzas.
Bei der Weggabelung Punkt 1816 m.ü.M. mündet von rechts ein Weg ein,
etwa 5o m weiter halten wir uns an der nächsten Gabelung links abwärts
Richtung Alp Trupchun. Immer auf dem Hauptweg bleibend, erscheint
schnell die nächste Weggabelung. Hier biegen wir rechts ab Richtung Alp
Chaschanella bzw. Alp Vaüglia Suot. Relativ eben führt uns der Waldweg
weiter, dann wendet sich der Weg leicht abwärts nach rechts ins Val da
Scrings. Bei einer Waldhütte mit Bänken, das wie ein kleines Hexenhaus
aussieht, überqueren wir auf einer Holzbrücke die Ova da Chaschauna.
Auf der anderen Seite des Baches wenden wir uns links Richtung Alp Trup-
chun. Nach einem Anstieg verlässt die Markierung in einer Rechtskurve den
Hauptweg (kein Wegweiser). Wir folgen den Hauptweg rechts aufwärts,
durch die Bäume, und treffen nach wenigen Metern auf einen Fahrweg.
Auch ihm folgen wir bergauf durch eine Linkskurve 1805 m.ü.M., verlassen
ihn aber bereits in der nächsten Kurve wieder Richtung Alp Trupchun. Hier
steht eine grosse Informationstafel des Nationalparks, die auch die dort gel-
tenden Regeln enthält. Weiter geht es an der orografisch linken Seite des Val
Trupchun Richtung Alp Trupchun. Vorbei an Punkt 1887 m.ü.M. passieren wir
nach einiger Zeit mitten im lichten Wald, die unauffällige Nationalpark-Grenze.
Weiter geht es in leichtem Auf und Ab am Hang entlang durch den Wald von
God Purcher mit schöner Aussicht auf die Alp Purcher, den Piz d’Esan, Piz
Quattervals und die anderen Gipfel, die in nördlicher Richtung das Val
Müschauns abschliessen die sowohl landschaftlich als auch geologisch sehr
interessant sind. Am Abzweig 1921 m.ü.M. zur Alp Purcher bleiben wir weiter
auf dem oberen Weg. Der Wanderweg verlässt nun endgültig den Wald und
führt nur noch durch lockeren Baumbestand. Immer wieder bieten sich wun-
derbare Ausblicke ins Val Trupchun. Wir befinden uns nun im Territorium der
Hirsche, deren mächtiges Röhren wir schon vernommen haben. Viele Wande-
rer stehen am Weg, sind auf der Pirsch, bewaffnet mit Ferngläsern, Fotoappa-
raten und verschiedensten Teleobjektiven. Erst geht es noch aufwärts, dann,
nach einem ebenen Stück, wieder hinunter ins Tal, wo wir auf einer Holzbrü-
cke die Ova da Trupchun überqueren. Auf der anderen Seite des Baches geht
es über ein paar Holzstufen hinauf zur Weggabelung bei Punkt 1995 m.ü.M.
wo wir rechts abbiegen. Weiter geht es über die breiten Geröllablagerungen
eines Bergbaches zu den Alphäuser auf der Alp Trupchun 2040 m.ü.M. Wie
eingeplant legen wir hier beim Rastplatz unsere verdiente Mittagspause ein.
Da es eine kurze Wanderung ist, hatten wir uns dazu entschlossen ein feines
Raclette zu Essen. Wir packten das Geschirr, der Brenner, die Brennpaste
und die Käsepfännchen aus. Bis alles bereit war und die Käsepfännchen
heiss waren verging einige Zeit. Was danach kam war Genuss pur. Der Käse
schmeckte vorzüglich und während wir das Festmahl genossen, konnten wir
den ganzen Gipfelkranz des Talabschlusses überblicken, mit der Fuorcla Trup-
chun, die ins italienische Val Saliente oberhalb von Livigno hinüberführt.
Mit über tausend Säugetiere ist das Val Trupchun eines der wildreichsten
Täler Europas: “Serengeti der Alpen” wird es auch genannt. Für den Rück-
weg wählten wir wie eingeplant die Route auf der orografisch rechten Talseite
des Val Trupchun. Vorbei an den Alphäuser auf der Alp Trupchun 2040 m.ü.M.
erreichen wir wieder die Weggabelung bei Punkt 1995 m.ü.M. Wir biegen nicht
links hinab zum Bach, sondern bleiben auf dem Hauptweg, der nun relativ
eben an der rechten Talseite entlang führt. Kurz vor der Einmündung des Val
Müschauns geht es dann in einigen Serpentinen wieder steiler hinab. Am Tal-
boden angelangt, wenden wir uns bei der Weggabelung Punkt 1877 m.ü.M.
nach links und überqueren auf einer Holzbrücke die Ova da Trupchun. Hier
wechselt der Weg von der rechten auf die linke Talseite, um eine markant
gefaltete Felswand zu umgehen. Kurz danach ist die Alp Purcher 1857 m.ü.M.
erreicht. Auf dem Hauptweg Richtung Prasüras bleibend, überqueren wir er-
neut die Ova da Trupchun. Der Weg führt weiter durch Wiesen und lichten
Wald sanft bergab und verlässt schliesslich den Nationalpark. Bald darauf ist
die Chamanna dal Parc Varusch erreicht, die etwas oberhalb des Weges liegt.
Varusch Hütte
Die Varusch Hütte ist die einzige Einkehrmöglichkeit im Nationalpark, aus
diesem Grund wird sie rege aufgesucht. Für uns hat es zu viele Menschen.
Wir laufen schnell weiter. Danach geht es rechts in den Wald hinein und in
leichtem Auf und Ab am Hang entlang nach einiger Zeit mündet der Höhen-
weg in den Weg, dem wir zu Beginn der Wanderung gefolgt sind auf diesem
geht es in wenigen Minuten bergab zum Parkplatz Prasüras 1690 m.ü.M. zu-
rück. An der Hütte geht der Wanderweg in ein Fahrsträsschen über. Kurz
danach überqueren wir auf einer Betonbrücke ein letztes Mal die Ova da
Trupchun, um wieder auf die linke Talseite zu gelangen. Direkt hinter der
Brücke halten wir uns rechts Richtung Prasüras und queren nach wenigen
Metern auf einem Holzsteg die Ova da Chaschauna. Danach geht es rechts
in den Wald hinein und in leichtem Auf und Ab am Hang entlang. Nach eini-
ger Zeit mündet der Höhenweg in den Weg, dem wir zu Beginn der Wande-
rung gefolgt sind. Auf diesem geht es in wenigen Minuten bergab zum Park-
platz Prasüras 1690 m.ü.M. zurück. Mit dem Auto sind wir danach nach
Sils-Maria zum Hotel Cervo gefahren.
Hotel Cervo
Wir beziehen das sehr schöne Doppelzimmer und machen uns für das Nacht-
essen bereit. In der schönen Pizzeria des Hotel Cervo haben wir danach das
Nachtessen genossen.

Unschwierige Wanderung,
teilweise auf rauen Wegen.
Etwas Trittsicherheit erforderlich.
Keinerlei alpine Schwierigkeiten
oder Gefahren.
Für Familien gut geeignet.
Einfache, kurze Wanderung.
Grösstenteils angenehme
Wald- und Bergwege.

Tourenblatt mit Wanderkarte und Höhenprofil
Link zu den anderen Wanderungen
Für die ganze Strecke benötigten wir ca. 4 1/4 Std. 13,9 km
ca.480m Aufstieg
ca.4800m Abstieg
2042m höchster Punkt
1680m tiefster Punkt

Über einen Eintrag in unserem Gästebuch
Link zum Gästebuch
würden wir uns freuen

Manuela & Franco



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