Wallis - Geschrieben am Sonntag, August 20, 2017 22:31 von Franco - 0 Kommentare

Bergtour Zermatt – Hotel du Trift – Mettelhorn – Rothornhütte – Hotel du Trift – Zermatt

20.8.17

Alle Fotos zu dieser Tour unter diesem Link ersichtlich:
Wanderung Zermatt – Hotel du Trift

Tag I
Im sehr schönem Hotelzimmer haben wir sehr gut geschlafen. Wir fühlten uns wie zu
Hause. Diese Ruhe einfach himmlisch. Nach dem packen der Rücksacke und vorberei-
ten der Wanderunterlagen laufen wir in das Restaurant um das Frühstück zu essen.
Fr. Lehner empfängt uns wie immer sehr freundlich, bringt uns Kaffee und zeigt auf
den riesigen Frühstücksbuffet mit der Aufforderung kräftig zuzulangen. Wie ein roter
Faden, zieht sich das positive durch das schöne Hotel. Wir stehen vor einem sehr
grossen Frühstücksbuffet und wissen nicht, was wir zuerst essen sollen. Was wir auch
mit grosser Begeisterung bemerken ist, das sehr viele Produkte von der Region sind,
oder sogar selber hergestellt wurden. So macht Essen Spass.
Hotel Bürchnerhof
Mit dem Auto fahren wir danach bis nach Täsch, und nehmen dort den
Zug der uns nach Zermatt 1605 m.ü.M. fährt.
Zermatt
Vom Bahnhof Zermatt aus, schlendern wir auf der Bahnhofstrasse Richtung Matterhorn.
Der berühmteste Berg der Schweiz, das Matterhorn thront einer Galionsfigur gleich über
dem Dorf, kaum weiter weg erhebt sich die Dufourspitze mit 4634 Metern – der höchste
Punkt der Schweiz -, und daneben haben sich noch etwa zwei weitere Dutzend Viertau-
sender hier versammelt.
Bei der Gees Bar, zweigt eine enge Gasse rechts ab, die in die Triftschlucht hineinführt.
Bevor wir aber mit der heutigen, eher kurzen Wanderung starten, geniessen wir draus-
sen bei der Gees Bar einen guten Kaffee und schauen dem emsigen Treiben zu.
Touristen mit Turnschuhen, Bergsteiger mit Pickel und Seilen, Wanderer und Pferdeku-
tschen ziehen an uns vorbei, schliesslich gehört Zermatt – wohl nicht zuletzt dank dem
“Horu” – mit zu den grössten Ferienorten der Schweiz. Die Lage Zermatts im Herzen
dieser imposanten Bergwelt dient seit langer Zeit als Magnet für Touristen, und so er-
klimmen heute zahlreiche Bahnen die Hänge, Grate und Gipfel im Süden und Osten
Zermatts. Und dennoch hat auch Zermatt seine ruhigen Seiten. Das Dorf ist fast auto-
frei, und die ganze Bergkette im Westen ist von Seilbahnen und Skiliften frei geblieben.
Unsere heutige Wanderung wird uns in diese unverdorbene, hochalpine Landschaft
führen.
Nach dieser interessanten Kaffeepause schultern wir unsere Rucksäcke und biegen wie
vorher schon erwähnt, rechts in diese kleine Gasse hinein. Nach einigen Häuser und
Hotels, verlässt der Wanderweg Zermatt, führt bei Bodmen über Weideland, um danach
in die Triftschlucht hinein zu schwenken. Über einen gut begehbaren, aber steilen Zick-
zackweg geht es durch die wilde Schlucht des Triftbaches, und durch einen schönen
Lärchenwald, hinauf zur Aussichtsterrasse von Alterhaupt mit seinem sehr schön gele-
genen Bergrestaurant Edelweiss 1961 m.ü.M.
Bergrestaurant Edelweiss
Hier oben waren wir schon einmal, als wir von der Wanderung Schönbielhütte – Höhbal-
men, hierher abgestiegen sind. Weiter durch den schönen Lärchenwald ansteigend, über-
queren wir über die Stellibrücke 2058 m.ü.M., den lauten und wilden Triftbach, und
wechseln gleichzeitig die Talseite. Auf der nun orographisch linken Seite des Triftbaches,
und vorbei am Stellistein, gewinnen wir über ein paar Kehren weiter an Höhe. Im einzi-
gen Tal rund um Zermatt, das nicht von Bahnen erschlossen ist, und sich deshalb noch
weitgehend urtümlich zeigt, steigen wir weiter aufwärts, und erreichen über den gut an-
gelegten Wanderweg, das knapp über der Waldgrenze liegende
Berggasthaus Hotel du Trift 2337 m.ü.M.
Hotel du Trift
Das Berggasthaus ein schlichter, trutzig wirkende Steinhaus, am Rand einer kleinen
Geländeterrasse hat eine wortwörtliche bewegte Geschichte hinter sich: Das erste,
1887 etwas oberhalb des heutigen Hauses erbaute “Hotel du Trift” wurde nur zwölf
Jahre später von einer Jahrhundertlawine in die Tiefe gerissen. Nach der Legende
tauchten im folgenden Frühjahr unten in Zermatt, intakte Weinflaschen aus dem
schmelzenden Schnee auf. Im Jahr 1900 öffnete das neue Hotel, in gleichem Stil
und gleicher Grösse wie das erste erbaut, seine Türen. Direkt hinter dem Hotel
wurde gleichzeitig eine Kapelle errichtet, die heute noch dort steht. Das Berghotel
war Ausgangspunkt für Berg- und Gletschertouren in der Region Mettelhorn, Zinal-
rothorn, Trifthorn, Wellenkuppe, Ober- und Untergabelhorn. 1949 brachen schwie-
rigere Zeiten an, denn in diesem Jahr eröffnete der SAC auf 3197 Metern die Rot-
hornhütte, die eineinhalb Stunden näher an den hochalpinen Routen lag. Die höher
und daher für Bergtouren günstiger gelegene SAC Hütte entzog dem Berghaus seine
Gäste, es musste schliessen. Das “Hotel du Trift” blieb nun sich selbst überlassen.
Erst 1970 wurde das Haus mit einer Renovation neues Leben eingehaucht. Ausstat-
tung und Regime des Hauses ähneln einer SAC-Hütte, mit Pantoffeldepot, gemein-
samem Essen und zehnuhr-Nachtruhe. Neben dem Lager gibt es aber auch acht
Doppelzimmer, in die sich etwas mehr Komfort liebende Wanderer zurückziehen
können. Die Gaststube strahlt den Charme eines Bergsteigerhauses aus. Eine Dusche
gibt es unterdessen auch. So erfreut sich der Betrieb immer grösserer Beliebtheit bei
den Wanderern und Gästen aus dem In- und Ausland.
Wir melden uns beim Hüttenwart an, der uns unser rustikales Doppelzimmer zeigt.
Nach dem Duschen und anziehen von frischen Kleider, setzen wir uns auf die aus-
sichtsreiche Terrasse und geniessen die alpine Umgebung. Mit einem Ehepaar das
morgen auch aufs Mettelhorn aufsteigen wird, sitzen wir beim Nachtessen zusammen.
Es wird ein lustiger und unterhaltsamer Abend.

Auf gutem, meist breitem,
aber zum Teil steilen
Wanderweg, durch
die Triftschlucht.
Wanderung auf
durchwegs guten
und einfachen Weg
in den Felsenkessel
am Fuss des Obergabel-
und des Zinalrothorns.

Tourenblatt mit Wanderkarte und Höhenprofil
Link zu den anderen Wanderungen
Für die ganze Strecke benötigten wir ca. 1 3/4 Std. 3,5 km
ca.760m Aufstieg
ca.50m Abstieg
2337m höchster Punkt
1605m tiefster Punkt

21.8.17
Alle Fotos zu dieser Tour unter diesem Link ersichtlich:
Bergtour Hotel du Trift – Mettelhorn – Rothornhütte – Hotel du Trift

Tag II
Gut haben wir im Doppelzimmer geschlafen. Wir sind immer froh, wenn wir nicht in
einem Massenschlag schlafen müssen. Das oft vorhandene Geschnarche zehrt jeweils
schon an den Nerven. Wir packen unsere Rucksäcke, und können da wir noch eine
Nacht hier schlafen, alles was wir auf der heutigen Wanderung nicht brauchen im
Zimmer liegen lassen.
Hotel du Trift
Nach dem Frühstück schultern wir die Rucksäcke, und starten mit der Wanderung
die uns auf das Mettelhorn führen wird.
Es gibt rund um Zermatt zwei Gipfel, die wir den Bergwanderer als Logenplätze mit
bester Aussicht auf die Walliser Gletscherwelt empfehlen können: Das Oberrothorn -
das wir schon bestiegen haben -, und das Mettelhorn das wir heute besteigen werden.
Der Weg auf der anderen Talseite liegende, mit Seilbahnen erschlossene Oberrothorn,
ist fast zu sehr verkürzt. Dies ist auch der Grund, das man bei schönem Wetter und
gute Verhältnisse, mit einem grossen Menschenauflauf rechnen muss. Die Aussicht
vom Mettelhorn das als Vorposten des Zinalrothorns, sehr ausgesetzt direkt über dem
Mattertal liegt, und deshalb nicht nur einen fantastischen und exklusiven Rundblick,
sondern auch einen gewaltigen Tiefblick bietet, muss man sich wegen dem langen
Zustieg (wenn man direkt von Zermatt aufsteigt), zuerst verdienen.
Vom Berggasthaus Hotel du Trift 2337 m.ü.M. nehmen wir den markierten Hütten-
weg zur Rothornhütte und steigen ein kurzes Stück über Kehren, zur Weggabelung
auf dem romantischen Vieliboden 2452 m.ü.M. Hier biegen wir rechts ab und neh-
men den Bergweg der uns auf das Mettelhorn bringen wird in Angriff.
Eine gewagte These, das mit dem “schönsten Aussichtspunkt über Zermatt”, schlies-
slich gibt es rund um Zermatt, viele schöne Aussichtspunkte. Wer allerdings oben
gewesen ist, der wird zumindest bestätigen können, das die Rundsicht aussergewöhn-
lich schön und hochalpin ist.
Bei der Weggabelung biegen wir rechts ab, nach links zweigt der Weg zur Rothornhütte
ab. Auf einem deutlichen Wanderweg erreichen wir über einen Rasenhang aufwärts,
die flache Talmulde der Triftchumme 2725 m.ü.M. Nun sind wir ganz in der Welt der
Steine und Felsen gefangen. In wechselnder Steilheit wandern wir nun weiter durch
das Hochtal der Triftchumme. Es ist nicht gerade ein Spaziergang. Aber wetten, dass
oben auf dem Gipfelfelsen jede Anstrengung schnell wieder vergessen ist?
Über dieses breite Couloir führt der Weg nun steiler, in die Geröllfelder, die von der
Furggji und vom Platthorn herabziehen. Ohne nennenswerte Schwierigkeiten, der
Bergweg ist nie ausgesetzt, steigen wir weiter aufwärts, allenfalls gegen Ende ist beim
Begehen des Schotterfelds Orientierungssinn erforderlich, die Wegmarkierungen
können hier vom eventuell liegendem Schnee verdeckt sein. Das Furggji zeigt einem
aber immer sicher die Richtung an. Über einen recht steilen Schutthang führt uns der
Bergweg, – rechts von Punkt 3149 m.ü.M. -, zum Einschnitt der Furggjisattels und zum
Rand des Gletschers. Ab hier ist in nordöstlicher Richtung unser Gipfel nun sichtbar.
Zum Gipfelaufbau des Mettelhorns muss ein kleines und kurzes Gletscherfeld über-
quert werden. Dies könnte sich als pièce de résistance aufweisen. Der Gletscher ist
relativ spaltarm aber trotzdem ein Gletscher. Je nach Jahreszeit und Zustand des
Gletschers ist eine Überquerung einfach, oder nur von erfahrenen Berggehern seil-
frei begehbar. Der Gletscher ist ziemlich eben, zieht aber links rasch in die Tiefe. Bei
aperen Verhältnisse, und wenn die Spalten ungenügend eingeschneit sind, ist eine
sichere Überquerung nur mit Steigeisen, Seil und Pickel zu empfehlen. Weist der
Gletscher aber noch genügend Firnschnee auf, sollte eine Überquerung problemlos
möglich sein. Steigeisen sollte man aber auf jeden fall dabei haben. Wer sich den
kurzen Gang über den Gletscher nicht zutraut, oder im Zweifelsfall das Risiko nicht
eingehen möchte, hat als unproblematische Alternative die Möglichkeit, vom Furggji-
sattel aus, über ein kleines Weglein, durch Schutt und Geröll, und in einfachen Keh-
ren, das benachbarte Platthorn zu besteigen. Auch dort ist der Blick fantastisch.
Der Übergang vom Platthorn zum Mettelhorn ist für Wanderer entgegen mancher
Beschreibung nicht machbar, eine Felsstufe lässt dieses Vorhaben scheitern.
Auskunft über Begehbarkeit des Gletscher, kann beim Hüttenwart
des Hotel du Trift eingeholt werden.
Wir ziehen unsere Steigeisen an, und beginnen mit der Gletscherquerung. Da das
Platthorn rechts von uns jeweils einen langen Schatten wirft, befindet sich in die-
sem Gletscherbereich noch genügend Firnschnee. Der noch zum Glück vorhandene
Firnschnee, ist zu dieser Tageszeit, aber noch pickelhart. Ohne Steigeisen wäre es
ein riskanter Versuch den Gletscher zu überqueren. Links von uns, schon nach ein
paar Metern ist kein Firnschnee mehr vorhanden. Blankes Eis fällt hier ins boden-
lose. Leicht ansteigend queren wir nun unterhalb des Platthorns den Gletscher. Eine
deutliche Fussspur zeigt uns die Richtung an. Auch ohne Spuren ist die Richtung
einfach einzuschätzen. Rechts von und das Platthorn, direkt vor uns das Mettelhorn.
Nach ungefähr 15 Minuten erreichen wir den sich beim Verbindungsgrat zwischen
Platthorn und Mettelhorn, befindliche kleine Gletschersee. Noch ein kurzes Stück
über den nun flachen Gletscher und wir stehen beim Gipfelaufbau des Mettelhorns.
Wir ziehen die Steigeisen aus, lassen die Rucksäcke liegen, und nehmen den nun
einfachen Endanstieg unter die Füsse. Über einen gut sichtbaren Zickzackweg und
am Schluss über Gipfelplatten, gelangen wir nach 2 1/2 Std. zum Gipfel des
Mettelhorns 3405 m.ü.M., und zum wohlverdienten Panorama.
Was für ein traumhaftes Panorama und Rundsicht! und das mitten zwischen mäch-
tigen Viertausender, die unseren Standpunkt noch deutlich überragen, obwohl wir
fast schon Dreieinhalbtausend Meter hoch sind! Wir entdecken die Berghütten die
wir im Lauf der Zeit, besucht haben. Nehmen wir die Hütten einmal im Uhrzeiger-
sinn mit dem Fernglas unter die Lupe. Von Norden ausgehend, lässt sich eine nach
der anderen Orten. Zunächst einmal die Weisshornhütte, die leicht ausfindig zu
machen ist, weil sie fast direkt im Norden liegt und durch ihre hellblaue Farbe auf-
fällt. Im Nordosten sind es drei: die Europahütte, die Domhütte und die Kinhütte.
(Die Kinhütte haben wir mit Nick Hartmann während der Sendung “SRF bi de Lüt
Hüttengeschichten” besucht). Im Osten die Täschhütte. Der Kristall der neuen
Monte-Rosa-Hütte ist leider verdeckt. Dann die berühmte Hörnlihütte am Nordost-
grat des Matterhorns. Und zum Schluss noch die näher gelegene Rothornhütte.
Diese werden wir nachher noch besuchen.
Was die Viertausender betrifft, ist das Panorama sehr eindrücklich. 82 Gipfeln über
4000m zählt man in den Alpen. 49 von ihnen befinden sich im Wallis oder an der
Grenze zum Wallis. Vom Mettelhorn aus sieht man ganze 37 davon!
Lassen wir unseren Blick also noch einmal in die Runde schweifen:
Jungfrau, Mönch, Aletschhorn, Gross- und Hinter Fiescherhorn, Gross Grünhorn,
Finsteraarhorn, Dürrenhorn, Hohbärghorn, Stecknadelhorn, Nadelhorn, Lenzspitze,
Dom, Täschhorn, Alphubel, Allalinhorn, Rimpfischhorn, Strahlhorn, Nordend,
Dufourspitze, Parrotspitze, Ludwigshöhe, Liskamm Ost und West, Castor, Pollux,
Schwarzfluh, und die vier Breithorn-Gipfel, Matterhorn, Dent d’Hérens, Obergabel-
horn, Dent Blanche, Zinalrothorn und Weisshorn. Was für eine ehrwürdige Versam-
mlung! Der imposante Tiefblick ins Mattertal hinunter, ist nichts mehr als eine
Dreingabe dieses erstklassigen Aussichtsgipfel.
Nachdem wir uns satt gesehen haben, steigen wir ab, ziehen unsere Steigeisen wieder
an, schultern die Rucksäcke, und beginnen mit der Überquerung des Gletschers. Der
Schnee ist unterdessen weicher und sulziger geworden. Die Steigeisen geben uns auch
auf dem Rückweg die nötige Rutschfestigkeit. Problemlos erreichen wir den Furggji-
sattel. Der Abstieg erfolgte danach auf derselben Route wie der Aufstieg, bis wir wieder
nach 1 1/4 Std. bei der Weggabelung beim Vieliboden 2452 m.ü.M. stehen. Hier könnte
man weiter zum Hotel du Trift, oder nach Zermatt absteigen. Wir biegen aber rechts
ab und nehmen den Gegenanstieg zur Rothornhütte in Angriff. Wir durchqueren den
flachen Vieliboden Punkt 2488 m.ü.M. und erreichen bei Punkt 2578 m.ü.M. die kleine
aber schöne Schwemmebene mit seinen mäandrierenden Gletscherbäche. Bei Punkt
2590 m.ü.M. verschwindet das Grün der Vegetation, und wir tauchen hinein, in eine
Welt von Geröll, Fels und Schutt. Der Hüttenweg führt nun einen Linksbogen durch,
der uns danach zur riesigen, schon von weitem sichtbare, Seitenmoräne des Triftgle-
tscher bringt. Auf dem Kamm der Seitenmoräne führt der Bergweg nun steil bis sehr
steil aufwärts, und dies wird sich bis zur Rothornhütte nicht mehr ändern. Wir verlas-
sen die Seitenmoräne und wandern über felsdurchsetztes Gelände 2907 m.ü.M. Der
Bergweg ist immer deutlich ersichtlich. Die Aussicht ist atemberaubend. Links von
uns der Gabelhorn mit Gabelhorngletscher. Direkt vor uns Wellenkuppe mit seinem
Eis- und Schneehut. Rechts der Trifthorn mit Zinalrothorn und Triftgletscher. Über
uns der Rothorngletscher. Wir wandern nun in einer alpinen Umgebung. Links von
uns der Triftgletscher. Über Blockschutt erreichen wir schlussendlich nach 1 3/4 Std.
die am Ende des Tales, am Fuss des Südostgrates des Zinalrothorns, liegende
Rothornhütte 3197 m.ü.M.
SAC Rothornhütte
Der grosse Verkaufsschlager von Zermatt ist zweifellos das Matterhorn. Dieser zum
Mythos gewordene Berg würde ja eigentlich auch genügen, um Wohlstand ins Tal zu
bringen. Aber der Schöpfer hat es gut gemeint und neben dem “Horu” noch einen
Kranz weiterer attraktiver Viertausender an die Seite gestellt. Aus diesem Grund ist
die sich in ausladendem Gelände befindliche Rothornhütte, auch für Wanderer eine
Reise wert, und zwar wegen dem einmaligen Alpenpanorama, das sich von der Hütte
aus eröffnet. Nachdem wir uns am Matterhorn ganz rechts satt gesehen haben, blicken
wir frontal in die Monte-Rosa-Gruppe mit Dufourspitze und Nordend. Vom Breithorn
schweift der Blick Richtung Castor, Pollux, Lyskamm Strahlhorn, Rimpfischhorn,
Allinhorn Alphubel Täschhorn und Dom. Insgesamt sind 14 Viertausender sind zu er-
kennen. Die Rothornhütte bietet neben der unvergleichlichen Aussicht, die spezielle
Atmosphäre einer Unterkunft, in der sich Hochgebirgsalpinistinnen- und -alpinisten
jeder Couleur ein Stelldichein geben, um frühmorgens zu ihren gewagten Unterneh-
mungen aufbrechen.
Nach einem guten Apfelkuchen und einen Hüttenkaffee steigen wir auf dem gleichen
Weg wie wir gekommen sind ab, durchlaufen die kleine Ebene von Vieliboden
2452 m.ü.M. und erreichen kurz danach nach 1 1/4 Std. das Hotel du Trift 2337 m.ü.M.
Hotel du Trift
Nach dem Duschen und anziehen frischer Kleider, treffen wir uns wieder mit dem
Ehepaar von gestern Abend. Auch sie schlafen noch ein zweites Mal im Hotel du Trift.
Das Nachtessen ist gut, die Unterhaltungen spannend und lustig, ein gelungener Abend.
Zufrieden ein grandioser Tag erlebt zu haben, gehen wir danach zu Bett.

Anspruchsvolle hochalpine Bergtour.
Gletscherüberquerung je nach
Jahreszeiten und Zustand des
Gletscher problematisch oder nicht.
Für den erfahrenen Bergwanderer
meist gut ersteigbar.
Unproblematische Alternative
das Platthorn.
Fantastischer Blick auf das ganze
Mattertal mit seinen Viertausender.
Der aussichtsreiche Mettelhorn ist
unschwer zu besteigen, sicheres
Wetter und gute Verhältnisse
vorausgesetzt. Zu Recht ein
Klassiker der Region Zermatt.
Die kurzen hochalpinen Momente
auf dem Gletscher werden
jedem Bergwanderer für immer
in Erinnerung bleiben.
Hüttenweg zur Rothornhütte
steil aber ohne grosse Schwierigkeiten.

Tourenblatt mit Wanderkarte und Höhenprofil
Link zu den anderen Wanderungen
Für die ganze Strecke benötigten wir ca. 6 3/4 Std. 15,5 km
ca.1830m Aufstieg
ca.1830m Abstieg
3405m höchster Punkt
2337m tiefster Punkt

22.8.17
Alle Fotos zu dieser Tour unter diesem Link ersichtlich:
Wanderung Hotel du Trift – Zermatt

Tag III
Da wir für heute bei bestem Wetter, wieder eine Wanderung eingeplant haben, wollen
wir keine Zeit verlieren. Rasch packen wir die Rucksäcke und nehmen das Frühstück
zu uns. Wir verabschieden uns vom freundlichen Ehepaar und vom Hüttenwart und
beginnen mit dem Abstieg nach Zermatt. Berggasthaus Hotel du Trift 2337 m.ü.M.
Hotel du Trift
Über den gut angelegten, durch mehrere landschaftlich sehr reizvolle Vegetationsstu-
fen hindurchführende Zickzackweg, verlieren wir rasch an Höhe. Das ursprüngliche
Tal so nahe beim Touristenmagnet Zermatt, ist auf jedenfall ein Besuch wert. Am sehr
schön gelegenen Bergrestaurant Edelweiss 1961 m.ü.M. vorbei,
Bergrestaurant Edelweiss
erreichen wir problemlos Zermatt 1605 m.ü.M.
Zermatt
Wir laufen über die Bahnhofstrasse zum Bahnhof und nehmen den Zug nach Täsch.
In den letzten paar Jahren haben wir Zermatt, wegen unseren Wanderungen, immer
wieder besucht und ins Herz geschlossen. Die Gegend um Zermatt, die Berge und
Zermatt selber hat uns sehr gefallen. Das Gebiet um Zermatt haben wir nun erwandert.
Wir ziehen nun mit einem weinenden Auge weiter, um andere Gebiete zu entdecken.

Auf gutem, meist breitem,
aber zum Teil steilen
Wanderweg, durch
die Triftschlucht.
Wanderung auf
durchwegs guten
und einfachen Weg
durch den Felsenkessel
am Fuss des Obergabel-
und des Zinalrothorns.

Tourenblatt mit Wanderkarte und Höhenprofil
Link zu den anderen Wanderungen
Für die ganze Strecke benötigten wir ca. 1 Std. 3,5 km
ca.50m Aufstieg
ca.760m Abstieg
2337m höchster Punkt
1605m tiefster Punkt

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Manuela & Franco



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